ÄRZTE OHNE GRENZEN
hilft Menschen in Not, Opfern von natürlich verursachten oder von Menschen
geschaffenen Katastrophen sowie von bewaffneten Konflikten.

Sudan
1995:
Kinder, die an einem Ernährungsprogramm teilnehmen
© Roger Job
Médecins Sans Frontières/ÄRZTE OHNE GRENZEN ist eine private medizinische
Nothilfeorganisation, deren Grundprinzipien in ihrer Charta festgelegt
sind.
Zu den Aufgaben von ÄRZTE OHNE GRENZEN gehört es, allen Opfern Hilfe zu
gewähren, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer politischen und
religiösen Überzeugungen. ÄRZTE OHNE GRENZEN ist neutral und unparteiisch
und arbeitet frei von bürokratischen Zwängen. Um diese Unabhängigkeit zu
bewahren, finanziert sich ÄRZTE OHNE GRENZEN mindestens zur Hälfte aus
privaten Spenden.
Das internationale Netzwerk von ÄRZTE OHNE GRENZEN setzt sich aus
operationalen Sektionen und nicht-operationalen Sektionen in 18 Ländern
zusammen.
Die Geschichte von ÄRZTE OHNE GRENZEN begann 1971. Einige junge
französische Mediziner hatten die Vision, eine Organisation zu gründen,
die der Zivilbevölkerung in Kriegsgebieten und den Opfern von
Naturkatastrophen schnell und professionell ärztliche Hilfe bringt.
Hunger und Malaria:
ÄRZTE OHNE GRENZEN behandelt wöchentlich 5.000 Menschen
Kaum
war die Nahrungsmittelkrise vom Frühjahr 2003 überwunden, kam es im Juli
in der südsudanesischen Provinz Bahr-el-Ghazal zum Ausbruch von Malaria.
Die Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN haben seither über 50.000 Menschen
behandelt. Bis Ende dieses Jahres rechnen die Mitarbeiter mit vielen
weiteren Patienten.

Südsudan 2003:
Mit dem Fahrrad gelangen die mobilen Teams von ÄRZTE OHNE GRENZEN in die
Dörfer.
© Laura Brav
Die
besonders schweren Regenfälle dieses Jahres haben viele Gebiete im
Südsudan in unpassierbares Marschland verwandelt. Die meisten Menschen
haben angesichts der Wasserfluten keine Chance mehr, die nächstgelegene
Gesundheitseinrichtung zu erreichen. ÄRZTE OHNE GRENZEN arbeitet daher mit
15 mobilen Teams, die in die Dörfer fahren und seit August 2003 fast
30.000 Menschen mit Medikamenten versorgt und behandelt haben – fast die
Hälfte der Patienten sind Kinder.
Malariaepidemie in diesem Jahr besonders stark
„In
dieser Region kommt es regelmäßig zum Ausbruch von Malaria, aber im Juli
dieses Jahres explodierte die Zahl der Fälle regelrecht. In Akuem
(Distrikt Aweil East) haben wir in diesem Jahr fünf Mal so viele Patienten
behandelt wie im vergangenen Jahr“, berichtet Greg Elder, der für die
medizinische Koordination der Arbeit verantwortlich ist.
ÄRZTE OHNE GRENZEN hat deswegen die Behandlungskapazitäten vergrößert und
behandelt die Bevölkerung jetzt in fünf Gesundheitszentren in den
Distrikten Aweil East und Aweil North. Auf diese Weise wurden in den
letzten vier Monaten 52.000 Menschen behandelt, zurzeit sind das in den
Gesundheitszentren und mobilen Kliniken 5.000 wöchentlich.
Ernährungszentren zu Malariastationen umfunktioniert
Erst im
April 2003 war die Provinz Bahr-el-Ghazal von einer schweren
Nahrungsmittelkrise getroffen worden. ÄRZTE OHNE GRENZEN versorgte während
eines halben Jahres 12.000 unterernährte und 1.400 schwer unternährte
Patienten ambulant und stationär in sechs Ernährungszentren. Nachdem nun
die Unterernährung zurückgegangen ist, konnten diese
Gesundheitseinrichtungen dafür genutzt werden, um Malariapatienten zu
behandeln. Besonders Kinder unter fünf Jahren, die bereits von
Unterernährung betroffen waren, sind stark anfällig für Malaria.
ÄRZTE OHNE GRENZEN rechnet damit, noch bis zum Ende dieses Jahres viele
Patienten gegen Malaria behandeln zu müssen. Zwei sehr trockene Jahre und
die stark ausgeprägten Regenzeit in diesem Jahr bilden die Grundlage
dafür, dass die Anophelesmücke, die Malaria überträgt, sich besonders gut
vermehren kann.
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Plan International
Die
Hilfsorganisation Plan will eine Welt gestalten helfen, in der Kinder
keine Armut leiden, sich gesund entwickeln und frei entfalten können. In
einer Gesellschaft, die Kinderrechte schützt und Kinder mit Würde und
Respekt behandelt.
Plan hilft Kindern und Familien in der
Dritten Welt und in Albanien. Überall dort, wo große Armut herrscht.
Unabhängig von Religion und politischen Verhältnissen. So verlangen es die Ideale des Gründers John
Langdon-Davies, so fordern es die Menschenrechte. Seit seiner Gründung
im Jahr 1937 hat Plan vielen Millionen Kindern Hilfe geleistet, ihre
Persönlichkeit frei zu entfalten - auch in Deutschland.
Die
Arbeit von Plan wird durch Patenschaften finanziert, die Menschen wie Sie
für ein Kind in der Dritten Welt übernehmen. Die Hilfsprojekte sollen die
Lebensumstände der Kinder, ihrer Familien und ihrer ganzen Gemeinde
dauerhaft verbessern. Und zwar solange, bis die Menschen dort wieder ohne
die Hilfe anderer leben können.
Schulgärten für El Salvador
In den
ländlichen Gemeinden El Salvadors kommen Mais und Bohnen auf den Tisch,
jeden Tag. Diese kohlenhydrat- und eiweißreiche Nahrung macht zwar satt,
enthält aber keine Vitamine und Mineralien, die gerade für die kindliche
Entwicklung dringend notwendig ist. Viele Kinder in El Salvador sind
klein, dünn und anfällig für Krankheiten. Die Ernteerträge fallen immer
dürftiger aus, weil der Waldschlag und die unweigerlich darauf folgende
Bodenerosion fortschreiten. Als einzigen Weg aus dieser Misere sehen die
Bauern die Nutzung von chemischen Düngemitteln, die wiederum das Gemüse
schwer belasten.
Mit einem Schulgarten ist die Ernährung der Schulkinder
abwechslungsreicher, gesünder und unabhängig von Subventionen des
Bildungsministeriums. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16
Jahren können selbst bestimmen, welche Gemüsesorten sie anbauen möchten
und was auf den Tisch kommt. In Zusammenarbeit mit den Dorfkomitees geben
sie ihr Wissen über den ökologischen Feldbau an die erwachsenen Bauern
weiter. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein. Ganz besonders das der Mädchen.
In den nächsten zwei Jahren soll in El Salvador der Aufbau und Betrieb von
50 Schulgärten gefördert werden. An jeder Schule wird eine 400 qm große
Anbaufläche vorbereitet, die Schüler erhalten Saatgut und Werkzeug und
lernen biologische und umweltschonende Anbaumethoden umzusetzen. Dazu
gehören auch Kompostierung und natürlicher Pflanzenschutz. Aus dem Obst
und Gemüse des Gartens werden ausgewogene Mittagsmahlzeiten für die
Schüler zubereitet. Gesundheitshelfer kontrollieren begleitend die
Gesundheit und das Wachstum der Schulkinder. Außerdem werden die Kinder
ermutigt, auch Zuhause einen Küchengarten einzurichten.
Helfen Sie den Kindern in El Salvador, ihre Zukunft sichern.

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